Musikalische Blogparade

Über Critical Pixie und Wortgeflumselkritzelkrams bin ich auf eine Blogparade gestoßen, die von der singenden Lehrerin initiiert wurde. Dabei geht es darum, 10 Songs zu posten, die mich zum Mitsingen, Mitgrölen, Mittanzen bringen. Oder gebracht haben. Lieder mit Erinnerungswert, die sich in meinem Kopf festgedudelt haben. Puh, da gibt es sicherlich viele. Ich lasse mich dementsprechend von mir selbst ein wenig überraschen, welche Liedchen mir als Ausschnitt meiner persönlichen Musikhistorie in den Sinn kommen.

Auf geht´s. Mit Madonna:

Meine große Schwester hat ihre Pubertät in den 80ern zelebriert. Die damals durchs Haus trällernden Popsongs haben meinen Musikgeschmack mitgeprägt. Da gab´s aber auch lauter großartiges Zeug. Michael Jackson, Whitney Houston (auf die muss ich später noch zu sprechen kommen), George Michael, Rick Astley… Mit einem Hauch von nicht-englischer Exotik noch France Gall, Guesch Patti (Étienne!) oder die von Big Sis sehr geliebte Italo-Röhre Gianna Nannini. Tja, und natürlich Madonna, diese großartige Ikone, deren Lieder aus den 80ern für mich immer nach Sommerferien klingen.

Meine eigene früheste Jugend wurde dann zunächst zwangsläufig mit Eurodance beschallt. Man kann sagen, was man will, schmissig waren Kracher wie „Mr Vain“ von Culture Beat, „Rhythm is a Dancer“ von Snap! oder „Love Religion“ schon. Und „No Limit“ kann ich heute immer noch empfehlen, um sich vor Bewerbungsgesprächen oder ähnlichen Situation so richtig in „Tschakka du schaffst es!“-Stimmung zu powern.

Ein weiteres Phänomen, an dem man damals, als ich noch ganz jung war, nicht vorbei kam: Boybands. Derer gab es irgendwann gefühlte Milliarden, aber ich denke, Take That ist so was wie die Mutter dieser Jungs-Kapellen. Ob ich will oder nicht, die müssen hier also auch aufgeführt werden. Ich weiß gar nicht, warum ausgerechnet „Pray“. Vielleicht weil das Video gerade so schön zur Außentemperatur passt.

Grunge war die erste Musik, die ich so richtig als meine für mich entdeckte. Die Nirvana-Alben habe ich in Dauerschleife durchgenudelt und kann jetzt noch die Songtexte mitsingen, die mir alle irgendwie aus der Seele sprachen. „Heart Shaped Box“ gehörte definitiv zu meinen Favoriten. Großartig verstörendes Video auch. Nicht unerwähnt lassen darf ich an dieser Stelle Bush. Wenn ihr jetzt denkt, Bush, sind das nicht diese Rock-Pop-Luschen?: Mit „Razorblade Suitcase“ haben sie zumindest ein waschechtes Grunge-Album rausgebracht, genial düsterdumpf und von einem anhaltenden unterschwelligen Zorn, der immer einmal wieder ausbricht oder zynisch gebrochen wird. Der Soundtrack meiner Pubertät.

Dann wurde es so richtig dark. Gothic fand ich faszinierend, da durfte man wenigstens mal gepflegt traurig und anders sein. Musikalisch haben mir die Lakaien, die guten alten Sisters of Mercy, Mittelalterspaß wie Subway to Sally oder Letzte Instanz oder auch mal ganz „Abwegiges“ wie Hagalaz Runedance zugesagt. Mit EBM und anderem Elektronischen hab ich mich nur in Ausnahmefällen anfreunden können. Helium Vola hat ganz prima das Mittelalterliche tanzbar gemacht. „Omnis mundi creatura“ war so was wie ein Clubhit in der einen Düsterdisko oder dem anderen Partykeller.

Da ich Strom-Gitarren und härtere musikalische Kost liebe, war der Schritt zum Metal konsequent. Das äußerste Extrem der Anti-Musik hatte ich irgendwann mit einer Black Metal-Phase erreicht, für die diese klangvolle Hymne stellvertretend steht. Mann, war das auf seine Art ein Ohrwurm und absoluter Klassiker!

Nicht ganz so krachig, eher zum Schwelgen einladend: Empyrium. Deren Album „Songs of Moors and Misty Fields“ ist seit Jahren dauerhaft DAS Herbst-Album für mich. Ich freu mich jetzt schon wieder drauf.

Apropos Herbst. Während meines Philosophie-Studiums war „OK Computer“ von Radiohead das Album der Wahl für den Übergang von Sommer zu Herbst. Süße Melancholie, und überhaupt… „Let Down“ veranschaulicht das Grundgefühl ganz prima.

Hardcore ist auch nicht verkehrt, Hatebreed geht sowieso immer. Speziell „In Ashes They Shall Reap“ ist ein spitzenmäßiger Motivations-Song für Sport, Spiel und alle anderen Gelegenheiten.

Ich habe keine Ahnung, wie Whitney Houston mit ihrem „I wanna dance with somebody“ letzten Sommer in meinen Kopf gekommen ist. Ich weiß nur, dass sie damit nicht mehr rauswollte und mir schweinegute Laune gemacht hat und immer noch macht.

Stoner Rock ist für mich ein Garant für musikalisches Vergnügen. Wer da nicht zum Luftgitarren-Gott mutiert, ist selber schuld. Also, macht´s wie ich und grölt euch am Freitag mit Monster Magnet ins Wochenende: „I’m never gonna work another day in my life / The Gods told me to relax / They said I´m gonna get fixed up right“.

Ups, nun sind´s doch 11 statt 10 geworden, dabei hab ich mich schon zusammengerissen… und ein irgendwie aparter Mix 😉

 

 

 

 

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3 Gedanken zu “Musikalische Blogparade

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