Comedy aus Down Under: “ The Wizards of Aus“

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Fantasy meets Fremdenfeindlichkeit im Menschenreich: Die australische Serie „The Wizards of Aus“ bringt nicht nur Nerds zum Lachen. Und zeigt, dass selbst Magier es als Einwanderer nicht leicht haben.

Zurzeit kann ich eines unbedingt gebrauchen: eine großzügige Prise Komik. Und natürlich Zauberer.

Ich habe da nämlich seit Tagen diesen verrückten Traum, aus dem ich nicht so recht aufwachen will. Er handelt davon, dass ein offen rassistischer, misogyner, behindertenfeindlicher, homophober Horror-Clown zum Präsidenten der USA gewählt wurde. Wirklich schaurig.

Wenn schon Fabelwesen, dann doch lieber die von der gutmütigen Sorte. So wie Magier Jack, der von Filmemacher Michael Shanks in dessen Anfang dieses Jahres im australischen TV erstausgestrahlten Comedy-Serie „The Wizards of Aus“ verkörpert wird.

Es ist ein einziges überzogenes Gemetzel im Zauberreich. Jack hat die Nase bis obenhin voll von Schlachtengetümmel, Kriegsgeschrei und Blutrausch. Von der Dummheit seiner verschiedenartigen Mitwesen einmal ganz zu schweigen. So beschließt er, sein Lebensglück im vermeintlich friedfertigeren Melbourne zu suchen.

Er kann ja nicht ahnen, dass ihn dort ebenfalls beachtliche Herausforderungen erwarten. Die Hürden der Bürokratie und das ein oder andere Stolpersteinchen beim Speed-Dating gehören da noch zu den kleineren Übeln.

Sich nahtlos in die australische Gesellschaft einfügen – nicht leicht mit Flammenschädel oder ohne Haut

Schlimmer ist das mehr oder weniger verhohlene Misstrauen der Menschen gegenüber spitzhütigen Fremdlingen wie ihm. Diese Skepsis kann sich ganz unterschiedlich äußern, in „interessierten“ Nachfragen zu den Gepflogenheiten seines Heimatreiches, offener Diskrimierung am Arbeitsplatz oder Politiker-Hetze. Gerne wird Jack auch als „aufregender Exot“ ganz enthusiastisch dazu aufgefordert, seine Zauberkünste zu demonstrieren.

Dabei will er die doch gerade aufgeben. Er bemüht sich redlich, jegliche Eigenarten der Zauberreich-Bewohner abzulegen und sich brav seiner neuen Umgebung anzupassen, mit stets bedröppeltem Blick ob der vielen Hindernisse, die ihm begegnen.

Dazu zählen nicht zuletzt auch andere nach Australien emigrierte magische Kreaturen, die sich weniger darum scheren, so „vorbildlich unauffällig“ wie Jack zu sein. Allen voran sein alter Widersacher Skulldrich (Mark Bonanno), der nicht allzu viel von Assimilation hält. Sehr vorsichtig ausgedrückt.

Neben Szenen aus Jacks aktuellem Leben in Australien gibt es auch ziemlich ulkige Rückblenden vergangener Erlebnisse im Zauberreich. Inklusive großartiger ironischer Seitenhiebe auf Fantasy-Klischees sowie Anspielungen auf berühmte Exemplare des Genres.

Aber man muss nicht zwingend ein Fan einschlägiger Literatur und Filme sein, um „The Wizards of Aus“ goutieren zu können.. Es reicht völlig, einen etwas schrägen Humor zu haben.

 

 

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Veröffentlicht in TV

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